Heftchenexperimente

So, in drei bis fünf Tagen weiß ich mehr.

Woodpidgeon im Strom

Die sympathische kanadische Band Woodpidgeon streamt ihr neues Album in ganzer Länge auf der Webseite hier. „Die StadtMuzikanten“ erscheint am 19.4. in Europa. Bis dato sind die Kanadier hier noch ein Geheimtipp – kein Mensch weiß warum. Doch halt, ich weiß. Sie sind nicht so bescheuert wie die Strokes. Gefunden hab ich die Band natürlich mal wieder via Simon „hört jeden Scheiß, aber eigentlich nur Perlen“ Ohrengleich, äh, Ohnegleich.

Schlotzen&Kloben monströs am Donnerstag

Am morgigen Donnerstag lesen Schlotzen&Kloben allerhand monströses im Tristeza in der Pannierstraße. Los geht´s um 8. Diesmal erleben wir Ziliten und Urgeluffen in Action und erfahren außerdem endlich mal aus berufenem Munde, was eine Arkebuse ist. In jedem Text taucht außerdem mindestens einmal das Wort „scheiße“ auf. Wer korrekt mitzählt, wie oft das Wort „scheiße“ vorgelesen wird, bekommt ein Bier. Bis dahin.

Zum Thema Rollenspiele

Kann man etwas bei der Krakenmolchranze lesen.

Die wirklich besten Platten

Über die besten Platten der 00er wird derzeit ein so unmöglicher Blödsinn verbreitet, es ist kaum zum aushalten. Vor allem wird wirklich überall behauptet, die Strokes hätten mit „Ist this it“ die beste Platte des Jahrzehnts abgeliefert. Nun ist dieses nerdige Plattensortieren völlig egal, aber…die Strokes!? Wer sind die Strokes!? Das ist völlig banale, egale Rockmusik ohne irgendwas Besonderes. Die Platte und die Band wären längst vergessen, wenn die Redakteure der diversen Musikmedien sich nicht gedacht hätten, okay, die Sorgfaltspflicht gebietet es, noch mal das Jahrzehnt durchzugehen. Zudem hat damals niemand, wirklich niemand dieses Band gehört, geschweige denn geliebt, das war ein reiner Medienhype, weil die „ja plötzlich wieder Rockmusik“ machen. Ich kenne niemanden, der diese Platte besitzt.

Beginnend mit den Strokes wurde dann aber das Rock-Revival ausgerufen, vertreten durch allerlei mittelmäßige bis ärgerliche Bands, die ebenfalls in den Feuilletons breit abgefeiert wurden, aber von keinem normalen Menschen gehört wurden (Franz Ferdinand, Mando Diao und wie sie alle heißen). Endlich war Schluss mit diesem Elektrokram, endlich gan es wieder Gitarrengedudel. Eine kleine Ausnahme bilden die White Stripes, sicher eine nette Band mit schönen rotzigen Songs, aber nowhere near the top irgendwas. Na gut, vielleicht auf Platz 34 oder 46 oder so. Immerhin wurden die wirklich gehört und gut gefunden.

Wobei, nichts gegen Gitarrengedudel.

Hier jetzt endlich ex kathedra die echten besten Platten, und weil ich gut druff bin auch noch die der 90er dazu. Damit das endlich mal klar ist.

00er
Fleet Foxes – The Fleet Foxes
The Foals – Antidotes
Vampire Weekend – Vampire Weekend
TV on the Radio – Return to Cookie Mountain
Animal Collective – Merrywheather Post Pavillion
Notwist – Neon Golden
Le Tigre – This Island
Antony and the Johnsons – The Crying Light
The Felice Brothers – Yonder is the Clock
Die Goldenen Zitronen –Lenin
Tocotronic – Kapitiulation
Hot Chip – Made in the dark
Bob Dylan – Modern Times
Sonic Youth – Sonic Nurse
Flaming Lips – Yoshimi Battles the Pink Robots
Portishead – Third
Mouse on Mars – Varcharz
Grizzly Bear – Veckatim Est
Xiu Xiu – Women as Lovers
Red Sparowes – Every Red Heart Shines Towards the Sun
Pulp – We love life

Wie man unschwer erkennen kann, kam das Jahrzehnt erst kurz vor Schluss so richtig in Fahrt. Die guten Ansätze der 90er (alles wild durcheinander, bunt, mit Computern gemacht, weg mit den Männern mit Gitarren) starben schon Ende der 90er an den Kräften der Reaktion ab, es folgte ab 98, 99 eine lange Durststrecke bis in die zweite Hälfte der 00er.

90er
Radiohead – Kid A
Blur – 13
Björk – Homogenic
Sonic Youth – Washing Machine
Pearl Jam – Vitalogy
Portishead – Portishead
Massive Attack – Protection
Tricky – Maxinquaye
Goldie – Timeless
Kemistry&Storm – DJ Kicks
Chemical Brothers – Dig your own hole
Sleater Kinney – Dig me out
Pavement – Crooked Rain, Crooked Rain
Tocotronic – Es ist egal aber
Blumfeld – Old Nobody
Refused – The Shape of Punk to Come
Daft Punk- Homework
Weezer – Blaues Album
Air – Moon Safari
Pulp – Different Class
Aphex Twin – I care because you do
Bob Dylan – Time out of mind

Raus fallen die zahlreichen HipHop-Sachen, die ich liedweise sehr mag, aber auf Albumlänge nicht so ertrage, außerdem nervt einfach der Machismo dann doch zu sehr. Stellvertretend nennen muss man Missy Eliot. Ich mochte sogar die Bambule von den Beginnern, bevor Jan Delay sein unerträgliches Haupt erhob. Naja.

Techno taucht hier nur in (trotzdem großartiger) Schwundform auf; das genießt man ja auch nicht in Plattenform, sondern auf dem Tanzflur, und da einzelne Platten rauszuheben wär schon komisch.

Lobend erwähnt werden muss noch

Britney Spears – Oops, I did it again

was eines der besten Poplieder aller Zeiten ist, nur zu vergleichen mit „Billy Jean“ oder solchen Dingern. Insgesamt kann man aber natürlich keine Britney-Platte hier mit reinheben.

So, jetzt wisst ihrs.

Hinterland bei Wurdack

Dezember 2010 erscheint bei Wurdack die Anthologie „Hinterland“, betreut von meiner Freundin und Kollegin Karla Schmidt. „Hinterland“ versammelt phantastische Geschichten inspiriert vom Chamäleon der Popmusik, David Bowie. Ich selbst bin dort mit einer Story vertreten, die an „Little China Girl“ angelehnt ist, Kollege Jakob hat sich etwas zu „Running Gun Blues“ ausgedacht.

Karla hat nicht nur 2009 den deutschen Sciene-Fiction-Preis für ihre Story „Weg mit Stella Maris“ gewonnen, sie veröffentlicht 2010 auch noch zwei Romane, nämlich den Thriller „Das Kind auf der Treppe“ und einen historischen Noir mit dem Arbeitstitel „Isabells Schöpfung“ (bei Heyne bzw. Rowohlt). Insofern fühle ich mich besonders geehrt, mit ihr gemeinsam in einem Buch zu stehen. Hinzu kommen noch so illustre Kollegen wie Martin Büsser, Dietmar Dath, Dirk C. Fleck, Alex Wichert, Markolf Hoffmann oder Wulf Dorn.

Wem ein Jahr Vorfreude zu viel ist, der kann schon im Herbst zugreifen, wenn in der ebenfalls bei Wurdack erscheinenden SF-Antho-Reihe meine Story „Der vorletzte Mensch auf Proteia“ erscheint. Bereits in der aktuellen Ausgabe unter dem Sammlungstitel „Die Audienz“ sind Jakob und Karla mit sehr spitzenmäßigen Geschichten vertreten, sodass ihr bis zum nächsten Winter gut durch den Sommer kommen solltet.

Pandora 4 erscheint im Januar

Die vierte Ausgabe des wunderbaren Phantastik-Magazins „Pandora“ erscheint im gewohnten Buchformat im Januar nach langer Wartezeit. Darin gibt es neben zahlreichen schönen Stories und Novellen auch einen Essay von mir zu Jeffrey Thomas und HP Lovecraft. Jakob hat´s redaktionell betreut, wie immer, und wie immer kostet der Spaß lächerlich 14,90. Zu haben auch direkt in Berlin beim Otherland.

Soundtrack 2009

Hier wie immer der musikalische Jahresrückblick. 2009 war reich an Konzerten und viel neuer Musik. Außerdem bin ich nach Südafrika gereist, habe einen Job angenommen und wieder gekündigt und meine erste Kurzgeschichte veröffentlicht. Es gab diverses Privates. Wie in jedem Jahr hat auch dieses Jahr jeder der folgenden Titel etwas mit einem bestimmten Ereignis in meinem Leben dieses Jahr zu tun. Viel Spaß!

The Notwist – Gloomy Planets


Bob Dylan – Mississippi


Sonic Youth-Antenna


The Low Anthem – Cage the songbird


Fleet Foxes – Mykonos


Slayer – Cult


Johnny Cash – Let the train blow the whistle


Bruce Springsteen – Oh Mary don´t you weep


The Felice Brothers- Boy from Lawrence County


Die Ärzte – Junge


Dead Kennedys – Holiday in Cambodia


A-Ha – Take on me


Sarah Silverman – I had a dream, too


Schlotzen&Kloben lesen vor- und weihnachtlich

Im November und Dezember im Neuköllner Tristeza…und einen höchst schicken Flyer gibts dazu auch noch!

My mother used to put me in front of test patterns to shut me up – John Zorn





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